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[ » dlz » Pflanze » Sorten » Zuchtfortschritt nutzen ]
Mittwoch, 23.05.2012
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Sorten | 26.09.2011 Redaktion DLZ

Zuchtfortschritt nutzen

Bei der Sortenwahl gilt es, den Zuchtfortschritt bei Ertrag, Gesundheit und Qualität geschickt zu nutzen.
Wenn zur Saat der Verwendungszweck noch nicht sicher ist, empfehlen sich Sorten aus dem leistungsstarken A- oder B-Segment.
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Wenn zur Saat der Verwendungszweck noch nicht sicher ist, empfehlen sich Sorten aus dem leistungsstarken A- oder B-Segment.
Trotz der Diskussionen um abnehmenden Zuchtfortschritt sind viele ertragsstarke Sorten zugelassen. Von den 119 eingetragenen Weizensorten weisen vier die Note für Höchstertrag auf. Seit 1993 gibt es mittlere jährliche Ertragszuwächse von rund 0,35 dt/ha. Gemessen an Mais, Raps oder Rüben ist das aber bescheiden. Anders als vielfach diskutiert, sind aber gesündere Sorten keinesfalls generell ertragsschwächer. Allein bei der Anfälligkeit für Ährenfusarien schneiden die Hochertragssorten schlechter ab. Von den 21 Weizensorten mit Höchstertrag (8 oder 9) sind nur fünf unterdurchschnittlich anfällig für Fusarium: Hyland, KWS Erasmus, Matrix, Meister und Tabasco. Zu den Sorten mit robuster "Grundgesundheit" und guter Ertragsleistung zählen zum Beispiel Colonia, Julius, Kredo, KWS Erasmus, Muskat, Oxal, Tabasco und Lear, letztere mit Resistenz gegen die Orange Weizengallmücke.
Vielfach ist der Verwendungszweck der Ernte zur Saat noch weitgehend offen. In einigen Anbauregionen wird deshalb versucht, einen Kompromiss zwischen akzeptabler Backqualität und hohen Erträgen zu realisieren. Leistungsstarke A-Weizen, wie Cubus, Tommi oder Türkis und aktuell JB Asano, Julius oder die neueren Sorten Linus und Meister zählen zu dieser Gruppe; ebenso wie ertragreiche B-Weizen mit guten Rohproteinwerten, wie die neueren Sorten Colonia, Oxal und Primus.
Sorten wie Cubus, Julius, Meister, KWS Pius und Potenzial sowie die Neuzulassung Tobak zeigen gemessen an ihren Rohproteinwerten überdurchschnittliche Backvolumina. Sie sind daher für die Bäcker auch bei niedrigen N-Gehalten interessant. Voraussetzung dafür ist aber, dass beim Erfassen der Ware nicht nur nach Höhe des Rohproteingehalts, sondern auch nach Sorte eingelagert wird. kb

Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Oktober 2011 erschienen.

Lesen Sie hierzu auch
  • Sorten Alle Sorteninfos Getreide zur Herbstaussaat
  • Sorten Sortenführer 2010/2011
  • Video Vegetationsreport: Pflanzenschutzmaßnahmen durchführen
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Keywords Weizen | Sortenwahl | Weizensorten | Gesundheit | Qualität | Ertrag | Zuchtfortschritt | Hochertragssorten | Beschreibende Sortenliste | Backvolumina | Rohproteingehalt
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