Sonntag, 26.05.2013
Extra Kohle für das Studium
Studieren geht ins Geld. Stipendien helfen, die Kosten zu decken. Ganz nebenbei knüpfen Stipendiaten außerdem interessante Kontakte in die Agrarwelt.
Viele Agrarstudenten helfen in der Freizeit auf dem heimischen Betrieb. Da bleibt keine Zeit für einen Nebenjob.
© Foto: landpixel
Der Alltag eines Studenten ist nicht leicht zu stemmen. Neben Eltern, Arbeit und BAföG unterstützen Stipendien bei der Finanzierung. Doch davon gibt es viele, Stipendienbewerber gibt es sogar noch mehr. Fachgebundene Stipendien erleichtern es Studenten, zu Stipendiaten zu werden. Die Agrarstudenten Christiane Kotthoff und Jochen Weiß werden beide durch ein fachgebundenes Stipendium gefördert. Vor Allem der finanzielle Aspekt spielt eine große Rolle. Durchschnittlich wird ein Student in Deutschland mit 445* Euro monatlich von seinen Eltern unterstützt, benötigt jedoch 757 Euro pro Monat (Durchschnittswerte) für Miete und Lebensunterhalt. Zudem müssen 59* Prozent der Studierenden im Erststudium 1000 Euro Studiengebühren pro Jahr stemmen. Jochen Weiß kann Dank der monatlichen Unterstützung von 300 Euro durch das Deutschlandstipendium seine Miete selbst bezahlen. "Durch die willkommene Finanzspritze hat man im Studium wenigstens eine Sorge weniger", sagt der 24jährige Agrarstudent. Außerdem bringt das Stipendium weitere Vorteile mit sich. Christiane Kotthoff konnte als Stipendiatin der Edmund-Rehwinkel-Stiftung schon viele führende Vertreter der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie der Politik kennen lernen. "Bei Praktika und ehrenamtlichen Tätigkeiten ist mir bewusst geworden, wie wichtig solche Kontakte im Bezug auf berufliche Weiterentwicklung sind", erzählt die Studentin. Bei der Stipendienvergabe spielt neben der Leistung das ehrenamtliche Engagement der Bewerber eine große Rolle. "Nicht nur die Arbeit, sondern auch die Persönlichkeit soll mit der Auszeichnung versehen werden", so Sylvia Looks von der
Claas Stiftung.
dg
Tipps für Stipendienbewerber
Christiane Kotthoff, Stipendiatin der Rehwinkel-Stiftung: "Neben guter Leistung und Spaß an dem, was man macht, ist es wichtig, an sich zu glauben und selbstbewusst zu sein. Die Bewerbungsgespräche waren sehr nett und offen. Zögert nicht, Euch zu bewerben! Ein Stipendium ist eine einmalige Chance! " Jochen Weiß, Stipendiat des Deutschlandstipendiums: "In erster Linie möchte ich alle dazu ermutigen, sich für das Deutschlandstipendium zu bewerben, auch wenn sie von ihren Noten nicht so überzeugt sind. Das Verfahren berücksichtigt schließlich noch andere Faktoren. Gerade Studenten, die sich sozial engagieren, haben hier gerechterweise, einen deutlichen Vorteil!" Sylvia Looks,
Claas Stiftung: "Wir legen großen Wert auf das ehrenamtliche Engagement des Bewerbers. Nicht nur die Arbeit, sondern auch die Persönlichkeit soll mit der Auszeichnung versehen werden. Die bisherigen Bewerber waren zum Beispiel bei der Feuerwehr oder der Landjugend tätig." Karl Eigen und Dr. h. c. Dietrich Brauer Stiftung: "Bei Bewerbungen wird von uns auf eine Ausbildung oder Praktikum in der praktischen
Landwirtschaft besonders Wert gelegt."
Weitere Informationen
Die kompletten Interviews der Stipendiaten können Sie hier als
pdf (25 KB) herunterladen. Lesen Sie unter anderem, welche Erwartungen Jochen Weiß und Christiane Kotthoff an ihre Stipendien hatten und inwiefern diese erfüllt wurden. Welche Verpflichtungen sind Sie mit dem Stipendium eingegangen und welche Vorteile bringt es ihnen beruflich und persönlich? Hier können Sie die ausführlichen Übersichten der
Deutschlandstipendien und fachgebundenen Agrarstipendien (PDF, 415 kb) herunterladen.
Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin März 2012 erschienen.
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