Dienstag, 22.05.2012
Mit oder ohne Walze
Der Terrano FM war eine der Neuheiten auf dem Agritechnica-Stand von Horsch. Wir durften uns bereits im Spätsommer einen Eindruck von der Praxistauglichkeit des neuen mittelschweren Grubbers mit integriertem Fahrwerk und Zugkraftverstärker machen.
Neu mit integriertem Fahrwerk und abnehmbarer Walze: Der Horsch Terrano FM im dlz Fahrbericht.
Horsch hat in den vergangenen Jahren ein beachtliches Wachstum hingelegt und dabei viele Marktbegleiter blass aussehen lassen. Dass die Schwandorfer auch beim
DLG Image-Barometer stets auf den vorderen Rängen mitmischen, dürfte ebenso wie der erstgenannte Umstand vor allem der Innovationskraft des Unternehmens geschuldet sein. Zur
Agritechnica hat Horsch mit zahlreichen neuen Produkten wie der Einzelkornsämaschine Maestro wieder einmal gezeigt, mit welchem Elan die Entwickler des oberpfälzischen Familienunternehmens bei der Arbeit sind. Nun wird zum Modelljahr 2012 auch die Terrano-Familie um die Baureihen MT und FM erweitert. Der Terrano FM ist ein mittelschwerer Grubber mit integriertem Fahrwerk, Zugkraftverstärker und nachlaufender demontierbarer Walze. Er wird zunächst in den Arbeitsbreiten 4,80, 5,90 und 7,00 m angeboten.
Mit Zugkraftverstärker
Fangen wir vorne an: Der Terrano FM wird entweder mit Unterlenkeranhängung (Zugtraverse) oder - vor allem bei großen Arbeitsbreiten - im Zugpendel eingehängt. Beide haben ihre Vorteile: Die Unterlenkeranhängung eine bessere Wendigkeit, die Zugpendelanhängung geringere Querkräfte. Neu an der Aufhängung ist der in die Zugdeichsel integrierte hydraulische Zugkraftverstärker. Dieser drückt mit 125 bar und kann so laut Horsch bis zu 1400 kg vom Gewicht des Grubbers auf die Traktorhinterachse übertragen. Das Einzugsverhalten soll dadurch nicht beeinträchtigt werden. Das System lässt sich per Dreiwegehahn abschalten, jedoch nicht an wechselnde Bodenverhältnisse oder Traktoren anpassen.
Hydraulische Tiefenführung
Unser Terrano 6 FM war mit einer hydraulischen Tiefenführung ausgerüstet, die Horsch als Wunschausstattung anbieten wird. Über einen geschlossenen Kreislauf steuert die Hydraulik die sechs Zylinder der Walze und die zwei vor dem Rahmen angebrachten Tiefenführungsräder an. Mittels einer aufgeklebten Skala läßt sich eingestellte die Tiefe gut ablesen - die angezeigten Werte hängen natürlich vom Verschleißzustand der Scharspitzen ab. Durch die geschickte Anbringung des Drehpunktes der Walze passen sich auch die Einebnungsscheiben vor der Walze mit in der Tiefe an, so dass nur selten nachjustiert werden muss. Mit den sechs gut zugänglichen Drehspindeln ist das aber schnell erledigt. Kritik gibt es trotzdem: Für jede der drei Scheibensegmente sind zwei Spindel verbaut, die sich beim Verstellen etwas verkanten können. Man sollte die Spindeln daher abwechselnd in kleinen Schritten verstellen. Und die Verdrehsicherung mit Splinten ist etwas umständlich. Hier hätte uns eine Lösung mit Klemmhalterungen besser gefallen. mu
Der vollständige Artikel ist im dlz agrarmagazin Dezember 2011 erschienen.
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