Dienstag, 22.05.2012
Mehr als Unterkunft und Verpflegung
Traktor fahren, Tiere füttern, Pflanzen bestimmen, ein Picknick nach getaner Feldarbeit unter freiem Himmel: was für Landwirtsfamilien Alltag und Routine ist, kann aber auch eine Einkommensalternative sein. Besucher und Gäste empfinden diese Ereignisse als Erlebnis und diese professionellen Leistungen vom Bauernhof lassen sich auch vermarkten.
Karin und Rudolf Gröne bieten schon seit über 35 Jahren in Eutin in Schleswig-Holstein "Urlaub auf dem Bauernhof" an.Foto: Homann
Ferienwohnungen sind für viele bäuerliche Familienbetriebe ein willkommenes Zusatzeinkommen. Im Laufe der Jahre hat sich das ursprüngliche Leistungsangebot des Betriebszweiges Urlaub auf dem Bauernhof immer weiter entwickelt. Eine gute Unterkunft und Verpflegung reicht längst nicht mehr aus, um regelmäßig ausgebucht zu sein. Die Gäste erwarten neben einen höheren Qualitätsstandard auch ein ansprechendes Unterhaltungs- und Erlebnisangebot. Der Hof Gröne in Eutin-Fissau in der Holsteinischen Schweiz wird in nun schon in der zehnten Generation geführt. Seit 35 Jahren bieten Karin und Rudolf Gröne Urlaub auf dem Bauernhof an. "Angefangen haben wir mit der Vermietung von zwei Doppelzimmern. Heute bieten wir sieben Ferienwohnungen an", erklärt Hauswirtschaftsmeisterin Karin Gröne. "Unser Hof liegt in ruhiger Dorflage und wo bis 1990 noch 500 Schweine gehalten wurden, erholen sich nun unsere Gäste. Das 1,5 ha große Hofgelände liegt nur wenige Meter von der Straße entfernt und hier bot sich die Ausweitung der Tierhaltung nicht an, wohl aber um Feriengästen das erlebnisreiche Landleben zu vermitteln", so
Landwirt Gröne. Er bewirtschaftet 100 ha Acker und Wiesen. Es werden Raps,
Gerste und Weizen angebaut.
Das Erlebnis gehört dazu
"Es ist einfach ein Muss, eine gute Unterkunft anzubieten. Für uns ist es aber genauso wichtig, dass unsere Gäste einen erlebnisreichen Urlaub bei uns verbringen. Unser Bauernhof ist eine Erlebniswelt für jung und alt", ist Karin Gröne überzeugt. Das spiegele sich auch bei den Buchungen wieder: 60 Prozent sind Familien, 20 Prozent Großeltern mit Enkeln und 20 Prozent der Gäste sind Gruppen oder Singles. "Davon sind über 60 Prozent Stammgäste und oft sind wir ein Jahr im Voraus ausgebucht", berichtet die Landfrau nicht ohne Stolz. In dem Beitrag berichtet Familie Gröne, worauf es ankommt, um Erfolg mit dem Betriebszweig Urlaub auf dem Bauernhof zu haben. kh
Der vollständige Beitrag ist in dlz Juni 2011 erschienen.
Um ein Kommentar zu schreiben müssen Sie sich einloggen.