Dienstag, 22.05.2012
Volltreffer mit Reifeindex
Stay-green- oder Dry-down-Sorte: Die eine bleibt lange grün, die andere trocknet schnell ab. Je nach Sortentyp ist ein Reifeindex günstiger als die Reifezahl. Das gilt zumindest in ungünstigen Jahren. Wir sagen Ihnen, wie Ihnen der Index hilft, zum richtigen Zeitpunkt zu ernten.
Volltreffer mit Reifeindex
Wann ist der optimale Erntzeitpunkt der angebauten Maissorten erreicht? Der Trockenmasse (TM)-Gehalt der Gesamtpflanze als heutiger Reifemaßstab für Silo- und Energiemais ist nicht mehr das einzige Maß der Dinge. Um den Erntezeitpunkt festzulegen und um die Reife der Sorten einzustufen ,eignet er sich nicht wirklich. Die Abreife von Korn und Restpflanze beeinflusst die nutzungsspezifischen Siloreifezahlen.
Korn und Restpflanze im Fokus
Die Reifedifferenz bei Mais lässt sich auf zweierlei Weise darstellen: entweder als
RDE = Reifedifferenz zur Ernte:Das ist die Differenz zwischen Korn- und Restpflanzenabreife; oder als
SRI = Silomais-Reifeindex. Der beschreibt das Verhältnis von Korn- zu Restpflanzenabreife. Dieser Reifeanzeiger bringt mehr wirtschaftlichen Effekt. Beide Kennzahlen sind eng verbunden. Der Index SRI beschreibt weiter die Zusammenhänge aller Qualitätsparameter, also die Erträge an Energie oder Methan oder die N-Dynamik im Boden. Das ist bilanzier- und kalkulierbar. Im Ergebnis wird das Silieroptimum ab SRI 2,6 erreicht. Bei einer optimalen physiologischen Korntrockenmasse von 63 Prozent und einer Restpflanzen-TM von weniger als 24 Prozent: 63/<24 = SRI >2,6 .
Umwelt- und Stresstoleranz
Beispiel: Beim optimalen Reifegrad der Gesamtpflanze von 32 Prozent beträgt der geschätzte Nettoenergieertrag unter günstigen Standortbedingungen (SRI von 2,6 und größer) 106,7 GJ NEL/ha. Bei gleichem Reifegrad ist unter extrem ungünstigen Bedingungen (SRI von kleiner 2,0) nur ein Ertrag von 88,6 GJ NEL/ha zu erwarten. Dieser umweltbedingte Energieunterschied von 18,1 GJ NEL ist mit 3.620 kg Milch Minderleistung oder 1.086 Euro/ha vergleichbar. Der richtige Erntetermin ist bei maximaler Kornreife und gleichzeitig minimaler Restpflanzenabreife punktgenau erreicht. Das heißt: den Mais in allen Fällen bei größtmöglichem SRI ernten. Verschlafen dieses Termins kostet nachweislich Qualität und Ertrag. Dabei gibt es keine Unterschiede zwischen Futter- und Energiemais. Es geht immer um Siliermais. ks
Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin September 2011 erschienen.
Weitere Informationen und Links
MaisPROG, Erntezeitprognose für Silomais: Die Erntezeitprognose für Silomais ist nun im siebten Jahr öffentlich verfügbar. Das Prognosemodell des Deutschen Maiskommittees DMK wird vor allem von Landwirten, aber auch Beratern und Züchtern verwendet, um die Planung der Silomaisernte zu optimieren. Durch die Einbeziehung des pflanzenverfügbaren Bodenwassers, des regionalspezifischen Aussaattermins und der Temperatur sind die Prognosen zur Einschätzung des Erntetermins gut geeignet. Für die jeweiligen Postleitzahlengebiete werden über mathematische Verfahren eine unterschiedliche Anzahl von Wetterstationen zur Berechnung der aktuellen Trockensubstanzgehalte in der Gesamtpflanze und des voraussichtlichen Erntetermins berechnet.
Die Saaten-Union hat ein Verfahren entwickelt, mit dem man mittels einer Federwaage leicht den optimalen Erntezeitpunkt und den Ertrag schätzen kann. Details dazu finden Sie
hier.
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