Dienstag, 22.05.2012
Hohe Dichte oder weicher Kern
Die 864 Premium bietet neben einem absenkbaren Förderkanalboden bis zu 2,20 m Pickup-Breite und maximal 1,80 m Ballendurchmesser. Wir haben das Topmodell von John Deere mit der neuen Traktor-Geräte-Automation in Silage, Heu und Stroh eingesetzt.
Die 864 Premium ist mit Ballendurchmessern von bis zu 1,80 m Durchmesser und 25-Messer-Schneidwerk das Spitzenmodell aus dem Hause John Deere.Foto: Mumme
John Deere spielt bei variablen Rundballenpressen seit Jahren auf den vorderen Rängen der Verkaufsstatistik mit. 2009 hat der Hersteller die aus dem Werk im französischen Arc-lés-Gray stammende Modellpalette um vier neue Premium-Pressen erweitert. Das Spitzenmodell, die 864 Premium, presst Ballen mit maximal 1,80 m Durchmesser. Neu ist der hydraulisch absenkbare Förderkanalboden, mit dem Verstopfungen aus der Kabine heraus beseitigt werden können. Interessant sind auch neue Details, wie beispielsweise die verstellbare Starterwalze. Und bislang einzigartig ist die per Isobus kommunizierende Traktor-Geräte-Steuerung. Aber zunächst einmal zu den anderen technischen Details.
2,13 m Aufnahmebreite
John Deere setzt in den Premium-Modellen anders als die meisten anderen Pressenhersteller auf eine gesteuerte Pickup. Das heißt: Mehr Wartungsaufwand, aber auch eine bessere Halmgutaufnahme gerade bei schwierigen Erntebedingungen. Auf den ersten Blick fällt der kleine Abstreiferdurchmesser auf - er soll die Materialaufnahme verbessern und gleichzeitig die Bröckelverluste verringern. Die Zinken sind halbseitig versetzt angeordnet, damit der zweireihige Rotor gleichmäßiger und nicht schubweise beschickt wird. Die Aufnahmebreite beträgt nach DIN 11220-Norm 2,13 m - mehr bieten nur wenige Hersteller.
25-Messer-Schneidwerk
Unsere Testmaschine war mit dem MaxiCut-Schneidwerk mit 25 einzeln gesicherten Messern ausgerüstet. Wer alle Messer nutzt, kommt auf 40 mm theoretische Schnittlänge. Die Gruppenschaltung (0, 12, 13 oder 25 Messer) befindet sich gut zugänglich an der linken Schneidwerksseite. Der Messerwechsel erfolgt von der Ballenkammer aus. Dazu müssen die Messer ausgefahren und der Förderkanalboden abgesenkt werden. Aus Sicherheitsgründen ist es dann noch notwendig, die Hydraulikventile von Messern und Boden zu sperren. Erst dann darf man die Messer per Hebel entriegeln und austauschen.
Absenkbarer Förderboden
Seit 2009 besitzen alle Festkammerpressen, die Kombipresse 744 und die variablen Typen 854 und 864 einen hydraulisch absenkbaren Förderkanalboden anstelle der Rotorreversierung. Der Förderboden kann bei Belastung bis zu ... cm nachgeben. Bei Verstopfungen wird er vom Fahrer bei hydraulisch abgesenkt. Aus der Kabine geht das bequem, allerdings muss nach Aktivierung der Funktion "Schneidwerksboden absenken" das zuständige Steuergerät von Hand betätigt werden. Um leichte Verstopfungen zu beseitigen, kann es ausreichen die Messer auszuschwenken. Auch das ist von der Kabine aus möglich. mu
Der vollständige Beitrag ist in dlz April 2011 erschienen.
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