Donnerstag, 17.05.2012
Flotter Dreireiher
Anbaugrubber mit drei Balken haben in den letzten Jahren kräftig Marktanteile dazugewonnen. Allerdings ist der Hubkraftbedarf nach wie vor ein begrenzender Faktor. Kverneland hat seinen CLC pro daher auch als leichte Classic-Variante im Programm. Was die aushält, haben wir getestet.
Leicht, stabil und mit einfach nachrüstbarem Knock-on-Schnellwechsel: Der Kverneland CLC pro Classic im dlz-Dauertest.
© Foto: Mumme
Auch kleinere und mittlere landwirtschaftliche Betriebe wollen bei der Stroheinarbeitung kaum mehr Kompromisse eingehen und greifen daher zunehmend auf dreibalkige Grubber zurück. Bei 3 m Arbeitsbreite kommt für viele eine aufgesattelte Variante nicht in Frage, da das Handling am Vorgewende erschwert wird. Bleibt also nur der Dreipunktanbau. Das Problem: Durch die größere Baulänge rückt der Schwerpunkt entsprechend weit nach hinten. Damit steigt der Hubkraftbedarf, und gerade kleinere Schlepper müssen mit deutlich mehr Frontballast gefahren werden. Kommt noch ein schwerer Nachläufer dazu, verstärkt sich dieser Effekt. Kverneland hat daher eine leichte Variante des CLC pro entwickelt - den Classic. Und genau den haben wir als 3,0-m-Anbauvariante 2011 ausgiebig getestet.
450 kg Auslösekraft
Das Design der Zinken ist identisch mit dem des CLC pro - und übrigens ebenfalls identisch mit dem des 150B-Anbaudrehpfluges, den wir in der Kampagne 2010 im Test hatten (siehe dlz 7/2011). Dabei handelt es sich um einen C-förmig gewundenen Hohlzinken aus Feinkornstahl, der sowohl seitlich um jeweils 14 cm als auch nach hinten (um laut Hersteller sogar 30 cm) ausweichen kann. Die Bauweise läßt den Zinken während des Arbeitens leicht vibrieren, was laut Kverneland den Leistungsbedarf reduzieren soll. Spürbar viele PS dürfte man so aber nicht einsparen.
30 cm Strichabstand
Insgesamt 10 Zinken sind auf die drei Balken verteilt - je drei auf den zwei vorderen und vier auf dem hinteren. Seitenzug gibt es so keinen. Der Strichabstand beträgt folglich genau 30 cm - wie auch bei den meisten Wettbewerbern. Mit der Einmischung waren wir zufrieden. Zum Stoppelsturz haben wir mit den 300-mm-Flügelscharen gearbeitet, die sich ab ca. 8 cm Arbeitstiefe sinnvoll einsetzen lassen keine Dämme stehen lassen. Ebenfalls für etwa diese Arbeitstiefe gibt es als Schnellwechsel Knock-on Gänsefußschare (320 mm breit) , für mitteltiefes Arbeiten oder Stoppelbearbeitung auf Extremstandorten 150 mm-Spitzen und für tiefes Lockern Schmalschare (80 mm breit). mu
Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Februar 2012 erschienen.
Video zum dlz-Dauertest
Um ein Kommentar zu schreiben müssen Sie sich einloggen.