Donnerstag, 17.05.2012
Petition für Flächenschutz ein Riesenerfolg
Petition für Flächenschutz ein Riesenerfolg
Die Petition des Deutschen Bauernverbandes (DBV) für einen gesetzlichen Schutz landwirtschaftlicher Flächen ist ein Riesenerfolg. Über 210.000 Unterschriften haben Landwirte und Bürger aller gesellschaftlichen Gruppen bis zum 20. Februar unterzeichnet.
Sie alle fordern gemeinsam eine Wende im Flächenverbrauch. Denn nach wie vor gehen täglich knapp 90 Hektar Acker und Grünland durch Überbauung und Versiegelung verloren. Auf dieser Fläche könnte der Jahresbedarf an Brotgetreide für über 10.000 Menschen heranwachsen.
DBV-Präsident Gerd Sonnleitner dankte allen Unterstützern der Petition. „Eine gesellschaftliche Bewegung hat sich für den stärkeren Schutz landwirtschaftlicher Flächen ausgesprochen. Dies können die Parteien im Deutschen Bundestag nicht mehr ignorieren“, kommentierte Sonnleitner das Ergebnis des DBV-Aufrufs zu der Petition.
Bewussterer Umgang mit Boden
Der Bauernverband hatte die Petition im Dezember 2011 gestartet. Zuvor hatte das DBV-Präsidium den Vorschlag für eine Gesetzesinitiative erarbeitet, mit der landwirtschaftliche Flächen vor Versiegelung geschützt werden sollen, ohne die Entwicklung ländlicher Räume grundsätzlich in Frage zu stellen.
Der DBV-Umweltbeauftragte Friedhelm Decker erklärte: „Wir wollen einen bewussteren Umgang mit wertvollem Boden als Produktionsgrundlage unserer Ernährung und neuerdings für Erneuerbaren Energie erreichen.“ Es gehe um Innenentwicklung von Kommunen vor Außenentwicklung, Entsiegelung bei Neuversiegelung sowie intelligente und flächenschonende Naturschutz-Kompensationsmaßnahmen.
Bevölkerung befürwortet Flächenschutz
Die Petition des
DBV für einen besseren Flächenschutz lautet: „Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass auf gesetzlichem Wege landwirtschaftliche Nutzflächen als unvermehrbare Produktionsgrundlage zur Ernährungssicherung und für nachwachsende Rohstoffe geschützt werden. Ferner möge der Deutsche Bundestag die Bundesregierung beauftragen, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um den Flächenverbrauch durch Überbauung sowie durch Ausgleichsmaßnahmen zu reduzieren.“
Die breite gesellschaftliche Unterstützung der Petition spiegelt sich auch in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „Produkt & Markt“ vom November 2011 wider. Danach befürworten zwei Drittel der Bevölkerung einen gesetzlichen Schutz landwirtschaftlicher Flächen vor Bebauung, weil sie befürchten, dass der Verlust von Boden nicht mehr rückgängig gemacht werden könne, Nahrungsmittelpreise ansteigen und die Abhängigkeit von Importen zunehmen würden.
dlz agrarmagazin, leh
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