Das wird nicht mehr lange auf sich warten lassen: Das Unkraut per Handyfoto erkennen, die Pflanzenschutzinfo aus der Zulassungsdatenbank abrufen, Mittel auswählen und das ganze als elektronischen Auftrag an den Lohnunternehmer verschicken.
Apps, die Anwendungen für Smartphones, sollen das Leben erleichtern oder einfach Spaß machen. Im Agrarbereich und vor allem für den
Ackerbau gibt es eine ganze Reihe nutzwertiger Programme. Vor allem nimmt die Zahl an Bestimmungs-Apps stark zu. Sie ersetzen den bunten Fächer, den jeder im Hofbüro stehen hat, und empfehlen gleich die passenden Produkte. Klar, dass die Anbieter, oft Pflanzenschutzmittelhersteller, vor allem ihre eigenen Mittel bewerben. Das gilt auch für die Düngerstreuer-Abdrehhilfen. Einiges wird sich noch im Bereich mobiler Schlagkarteien tun: Hier sind zahlreiche Verknüpfungen zum Bürorechner denkbar. Anwendungen, die das GPS-Signal nutzen, unterstützen beim Kartieren und Festhalten von Routen.
Unter dem Begriff "App" wird derzeit vieles zusammengefasst, auch wenn es eigentlich nicht richtig zusammengehört. Ursprünglich ist mit der App eine Anwendung gemeint, die als kleines Programm auf dem Smartphone installiert ist. Je nach Art der Anwendung benötigt sie im Hintergrund mehr oder weniger Zugriffsrechte auf unterschiedliche Komponenten des Telefons. Das kann ein voller Netzzugang sein, oder der Zugriff auf das Telefonbuch, auf Standortdaten oder den Speicher. Von diesen eigentlichen Apps sind mobile Internetseiten zu unterscheiden, die eigens für Smartphones optimiert wurden. Diese Seiten werden über den eingebauten Web-Browser aufgerufen. Die Bedienung ist in der Regel ganz ähnlich der einer App. Die Seiten sind einfach gehalten und schnell zu bedienen. Oft lauten die Internetadressen im Stil von "http://m.xxx.de"; wobei das "m" für mobil steht. Wichtig ist festzuhalten: Für Handys optimierte Internetseiten benötigen immer einen Zugriff auf das Netzwerk. Wenn es also auf dem Acker dünn wird mit dem Netz, kann der Seitenaufruf ewig dauern und der Nutzen ist schnell dahin. Zu Hause lässt sich das Smartphone auf WLAN umstellen und der Internetzugriff ist genauso schnell wie am Büro-PC.
Wer ein internetfähiges Handy, ein so genanntes Smartphone besitzt, sollte dringend über einen Vertrag mit einer Daten-Flatrate nachdenken. Ansonsten wird das "Nur-mal-eben-E-Mails-checken-und-nach-dem-Wetter-schauen" schnell zum finanziellen Fiasko. Standardmäßig rechnen die Netzbetreiber nämlich nach Volumen ab, also nach übertragenen Kilo- oder Megabytes. Und die sind ganz schön teuer. Kritisch ist vor allem, dass viele Smartphones im Hintergrund gerne "nach Hause telefonieren": Installierte Anwendungen, die Apps, suchen dann nach Updates oder Facebook teilt mir mit, dass ich eine neue Nachricht habe. Das alles kostet Datenvolumen. Aber auch bei Flatrateverträgen ist ein waches Auge gefragt. Sie sehen oft eine Deckelung vor, wenn eine bestimmte Datenmenge überschritten ist. Dann wird der Hahn zwar nicht komplett geschlossen wir haben ja schließlich eine Flatrate gekauft. Aber er wird so weit zugedreht, dass die Bytes nur noch tröpfeln. Bei normaler Nutzung reichen zwar die angebotenen Mengen von 300 MB bis 1 GB pro Monat aus. Es ist aber gar nicht so einfach, den eigenen Verbrauch abzuschätzen, damit das Surfen am Ende des Monats noch Spaß macht. Abhilfe können Apps schaffen, die einem den Verbrauch anzeigen, etwa "3G Watchdog". dlz-Tipp: Durchforsten Sie Ihre Anwendungen! Automatische Updates deaktivieren, automatische Benachrichtigungen des E-Mail-Programms oder aus Facebook abstellen. Das alles kann man auch manuell abrufen. Und vor allem: Im Büro oder zu Hause auf WLAN-Empfang umstellen! Dort kann man dann auch ganz entspannt Musik, Videos oder Updates herunterladen, ohne dass die Flatrate belastet wird. Klaus Strotmann/dlz agrarmagazin
Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Dezemer 2011 erschienen.
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